Eine Woche, ein Portal, 262 Betriebe.
In der Woche bis zum 8. August 2026 haben wir die offene Schnittstelle der BA-Jobbörse nach acht Backoffice-Rollen abgefragt: Fakturierung, Kreditorenbuchhaltung, Lohnbuchhaltung, Abrechnung, Auftragsabwicklung, Disposition, Rechnungswesen-Sachbearbeitung und Prozessmanagement. Nach Abzug von Zeitarbeit und privater Arbeitsvermittlung, Großkonzernen, öffentlichen und gemeinnützigen Trägern, fachfremden Titeln und Dubletten blieben 294 offene Stellen von 262 verschiedenen Betrieben. In einer einzigen Woche, auf einem einzigen Portal.
Die Methodik ist bewusst offen gelegt, samt aller 10 Korrekturen, die wir an ihr vornehmen mussten. Jede steht unten im Messprotokoll mit Ursache, gemessener Auswirkung und dem überholten Stand daneben, getrennt ausgewiesen und nicht mit der Reihe verglichen. Suchbegriffe können sich überschneiden, deshalb rechnen wir ausschließlich mit den deduplizierten, gefilterten Treffern unserer Wochen-Stichprobe.
Was diese Zahl nicht kann:
- Die Trägerprüfung läuft über Firmennamen und die Berufsklassifikation. Sie kann die Eigentümerstruktur nicht sehen: Eine kommunale Tochtergesellschaft, deren Name das nicht verrät, bleibt in der Zählung.
- Anzeigen erscheinen über den Tag verteilt. Ein Lauf am Abend zählt deshalb mehr als einer am Morgen: Am 05.08.2026 waren es um 09 Uhr 256 und um 17 Uhr 303 Stellen, ohne dass sich am Verfahren etwas geändert hätte. Die Reihe läuft deshalb zu einer festen Tageszeit, und jeder Stand nennt sie.
- Die Reihe liest eine Ergebnisseite je Suchbegriff, also bis zu hundert Anzeigen. Sie ist damit eine Stichprobe und untererfasst bewusst; die Vollerhebung desselben Tages steht daneben.
- Der angesetzte Median stammt aus dem Entgeltatlas, nicht aus den Anzeigen. Die Nachprüfung an den selbst genannten Spannen steht auf dieser Seite, samt Richtung der Abweichung.
- Gezählt werden Anzeigen, nicht Menschen und nicht Arbeitsplätze. Eine Anzeige kann mehrere Stellen meinen, und nicht jede Anzeige führt zu einer Einstellung.
Der Staat selbst nennt diese Rollen automatisierbar.
Zwei Bundes-Quellen, am Erhebungstag selbst geöffnet und wörtlich übernommen:
Buchhalter/in: 100 Prozent automatisierbar, Median 4.259 € im Monat
Der Job-Futuromat des IAB (Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit) stuft alle sieben Kerntätigkeiten des Berufs als heute automatisierbar ein. Der Entgeltatlas derselben Behörde weist 4.259 Euro Median-Bruttomonatsentgelt in Vollzeit aus.
IAB · EntgeltatlasLohn- und Gehaltsbuchhalter/in: 100 Prozent, Median 4.259 €
Alle vier Kerntätigkeiten laut IAB automatisierbar, gleiche Entgeltgruppe wie die Buchhaltung.
IAB · EntgeltatlasDisponent/in Güterverkehr: 100 Prozent, Median 3.971 €
Alle sechs Kerntätigkeiten laut IAB automatisierbar.
IAB · EntgeltatlasBürokaufmann/-frau: 83 Prozent, Median 3.820 €
Fünf von sechs Kerntätigkeiten laut IAB automatisierbar; mit diesem niedrigsten der vier Mediane rechnet der Index durchgehend.
IAB · EntgeltatlasÜber 13,5 Millionen Euro Jahresgehalt, ausgeschrieben in einer Woche.
Wir rechnen bewusst niedrig: 294 gefilterte Stellen mal dem niedrigsten der vier Mediane (3.820 Euro) mal zwölf Monate ergibt 13,5 Millionen Euro Brutto-Jahresgehalt, ohne Arbeitgeber-Nebenkosten. So viel hat der deutsche Mittelstand in einer einzigen Woche auf einem einzigen Portal für Arbeit ausgeschrieben, deren Kern das IAB zu 83 bis 100 Prozent als automatisierbar einstuft.
Jede dieser Anzeigen bezahlt einen Menschen dafür, eine Strecke von Hand zu laufen, die nie gebaut wurde.
Automatisierbar heißt nicht überflüssig.
In jeder dieser Rollen steckt Urteil: Ausnahmen, Lieferanten-Rückfragen, Monatsabschluss-Entscheidungen. Die ehrliche Lesart ist eine andere: Betriebe stellen Menschen ein, um wiederkehrende, regelbasierte Strecken zu tragen, weil die Strecke nie gebaut wurde. Wird sie gebaut, macht dieselbe Person Ausnahmen und Urteil statt Dateneingabe, und das ist auch der Teil der Arbeit, für den Menschen bleiben.
Genau deshalb veröffentlichen wir diese Zahlen: nicht als Ersatz-Prophezeiung, sondern als Preisschild für ungebaute Strecken. Wer eine dieser Rollen gerade besetzt, sollte vorher wissen, welcher Teil der Stelle eine Bau-Aufgabe ist.
Jede Zahl nachprüfbar.
- 4. August 2026Abfragefenster letzte 7 Tage13,2Mio €Jahresgehalt, konservativ gerechnet
- Stellen
- 288
- Betriebe
- 261
Erhebungstiefe 1 Seite je SuchbegriffBasiswert der Reihe - 5. August 2026Abfragefenster letzte 7 Tage13,8Mio €Jahresgehalt, konservativ gerechnet
- Stellen
- 301
- Betriebe
- 274
Erhebungstiefe 1 Seite je Suchbegriff+4,5 Prozent Stellen gegenüber 04.08. (1 Tag) - 8. August 2026Abfragefenster letzte 7 Tage13,5Mio €Jahresgehalt, konservativ gerechnet
- Stellen
- 294
- Betriebe
- 262
Erhebungstiefe 1 Seite je Suchbegriff-2,3 Prozent Stellen gegenüber 05.08. (3 Tage)
Methodik 10-mal korrigiert, zuletzt am 08.08.
Korrektur 1, 31.07.: Bis zum 31.07. lief der Titelfilter im Standardlauf nicht, gezählt wurde also alles, was die Suche lieferte: Ausbildungsstellen, Werkstudenten sowie gewerbliche und medizinische Rollen. Im selben Lauf gegengerechnet waren 85 von 624 Stellen eindeutig keine Büroarbeit, also 14 Prozent.
Korrektur 2, 02.08.: Bis zum 02.08. lief die Prüfung der BA-Detaildaten nur auf Anforderung, im Reihenlauf also nicht. Der Suchparameter gegen Zeitarbeit deckt nur die Arbeitnehmerüberlassung ab, nicht die private Arbeitsvermittlung. Am selben Datenbestand gegengerechnet trugen 180 von 522 Stellen das BA-eigene Kennzeichen für private Arbeitsvermittlung, also 34,5 Prozent; dazu kamen 13 Großbetriebe, 21 medizinische Abrechnungsstellen und 9 Dubletten oder Datensätze ohne Titel. Der bereinigte Lauf desselben Tages ergibt 318 statt 522 Stellen.
Korrektur 3, 04.08.: Am 4. August wurde der bisher genutzte Suchendpunkt der Bundesagentur abgelöst; er antwortet seitdem mit 404. Die neue Version kann private Arbeitsvermittlung selbst herausfiltern. Dadurch sitzt der Filter jetzt vor dem Seitenschnitt statt danach: Eine Ergebnisseite lieferte vorher 100 Datensätze, von denen rund ein Drittel wieder wegfiel, jetzt sind alle 100 brauchbar. An denselben acht Suchbegriffen gegengerechnet sind das rund 166 zusätzliche verwertbare Datensätze. Der Anstieg von 308 auf 416 Stellen ist deshalb ein Methodenartefakt und keine Marktbewegung. Der 4. August ist der neue Basiswert.
Korrektur 4, 04.08.: Der Filter kannte Großkonzerne, aber keine Städte, Hochschulen, Kliniken oder gemeinnützigen Träger. Für eine Zahl, die ausdrücklich den Mittelstand behauptet, gehören sie nicht hinein. Zusätzlich fehlten Baustellen-, Lager- und Servicerollen in der Liste der fachfremden Titel. Gegengerechnet waren das 34 plus 10 von 416 Stellen, zusammen 10,3 Prozent. Der bereinigte Wert desselben Tages lautet 377 Stellen bei 335 Betrieben.
Korrektur 5, 04.08.: Fünfte Korrektur, 04.08.2026: Die Trägerliste aus der vierten Korrektur griff im Deutschen kaum, weil sie mit Wortgrenzen gebaut war und der Träger im Kompositum steckt. Zehn Kommunen standen weiter in der Zählung. Der bereinigte Lauf desselben Tages ergibt 363 statt 377 Stellen.
Korrektur 6, 05.08.: Sechste Korrektur, 05.08.2026: Über die europäische Stellenvermittlung kamen österreichische Anzeigen in den Bestand, die Titelliste kannte 'Ausbildung', aber nicht 'Auszubildende', und Konzerne schreiben unter Kürzeln aus, in denen ihr Name nicht vorkommt. Zusammen 4,4 Prozent des Bestands vom Vortag.
Korrektur 7, 05.08.: Siebte Korrektur, 05.08.2026: Zwei zuvor beschlossene Prüfungen wurden vom Erhebungswerkzeug nie aufgerufen. Sie standen in der gemeinsamen Datei und auf dieser Seite, wirkten aber nicht. Dazu kamen Personaldienstleister ohne BA-Kennzeichen und Konzerne, deren Namen kein Muster trifft. Zusammen 20,7 Prozent des Bestands vom Vortag.
Korrektur 8, 05.08.: Achte Korrektur, 05.08.2026: Alle bisherigen Gegenproben liefen an der Stichprobe. Große Arbeitgeber füllen aber die tieferen Ergebnisseiten und tauchen dort kaum auf. In der Vollerhebung entfallen dadurch 8,0 Prozent, in der Stichprobe nur 0,7. Gegenproben laufen ab jetzt an der Vollerhebung.
Korrektur 9, 08.08.: Neunte Korrektur, 08.08.2026: Fünf Häuser blieben im Bestand, weil sie kein Trägerwort im Namen tragen, darunter das Forschungszentrum Jülich als GmbH, die AOK Baden-Württemberg und der DGB-Bundesvorstand. Es entfallen 2,0 Prozent der Anzeigen. Gefunden wurden sie beim Lesen der vollständigen Entitätenliste von Hand, nicht durch eine Mustersuche.
Korrektur 10, 08.08.: Zehnte Korrektur, 08.08.2026: Die Landeswerte schwanken zwischen zwei Erhebungen im Abstand von drei Tagen um bis zu 98 Prozent; stabil bleiben nur die drei größten Länder. Die Mindestfallzahl steigt von 8 auf 20, und die gemessene Schwankung steht ab jetzt unter der Tabelle statt in unseren Notizen.
Median nachgeprüft, 04.08.: Seit dem 04.08. liefert die Schnittstelle der Bundesagentur auch die Gehaltsspannen, die die Betriebe selbst angeben. Angesetzt: 3.820 Euro brutto im Monat, also 45.840 Euro im Jahr (BA-Entgeltatlas, niedrigster der betrachteten Werte, Datenstand 31.12.2024). Gemessen: 42.600 Euro im Jahr, Median der von den Betrieben selbst genannten Spannen in der Vollerhebung desselben Tages. Das sind 7,1 Prozent Abstand, und der angesetzte Wert liegt höher als der gemessene. Die Vorsicht dieser Zahl steckt damit nicht im Gehalt, sondern in der Stichprobe. Mit dem gemessenen statt dem angesetzten Median sänke die Wochenzahl von 13,2 auf 12,3 Millionen Euro. Dieselbe Woche als Vollerhebung statt als Stichprobe gerechnet ergibt 23,4 Millionen. Die zweite Abweichung ist rund das Zwölffache der ersten. Die Grenze: Nur 12,0 Prozent der Anzeigen der Vollerhebung nennen überhaupt eine Spanne (61 von 510), auswertbar sind 60. Wer sein Gehalt ausschreibt, ist womöglich nicht der Durchschnitt; die Prüfung ordnet den angesetzten Wert ein, sie ersetzt ihn nicht.
Die Stände unten wurden vor einer dieser Korrekturen erhoben. Sie liegen nicht alle in dieselbe Richtung daneben: Die Juli-Werte sind zu hoch, weil weder der Titelfilter noch die Prüfung des Vermittler-Kennzeichens lief. Die beiden August-Werte vor dem 4. sind sauber gefiltert, stehen aber auf einer dünneren Stichprobe, weil der Filter damals hinter dem Seitenschnitt saß und von jeder Seite einen Teil wieder wegnahm. Nachrechnen lässt sich beides nicht, weil die Einzelstellen jener Läufe nicht gespeichert wurden. Sie stehen hier weiter, weil sie zitiert worden sind, werden aber nicht mit der Reihe verglichen.
- 16.07.475 Stellen, 401 Betriebe, 21,8 Mio €
- 30.07.594 Stellen, 426 Betriebe, 27,2 Mio €
- 31.07.539 Stellen, 400 Betriebe, 24,7 Mio €
- 01.08.509 Stellen, 372 Betriebe, 23,3 Mio €
- 02.08.318 Stellen, 282 Betriebe, 14,6 Mio €
- 03.08.308 Stellen, 279 Betriebe, 14,1 Mio €
- 04.08.416 Stellen, 375 Betriebe, 19,1 Mio €
- 04.08.377 Stellen, 335 Betriebe, 17,3 Mio €
- 04.08.363 Stellen, 323 Betriebe, 16,6 Mio €
- 04.08.347 Stellen, 311 Betriebe, 15,9 Mio €
- 05.08.323 Stellen, 286 Betriebe, 14,8 Mio €
- 05.08.256 Stellen, 229 Betriebe, 11,7 Mio €
- 05.08.303 Stellen, 276 Betriebe, 13,9 Mio €
- 08.08.300 Stellen, 267 Betriebe, 13,8 Mio €
Aus einem Fachbeitrag hierher gekommen? Die Zahlen 475 Stellen, 401 Betriebe und 21,8 Mio € (erhoben am 16.07.) stammen aus der Zeit vor allen zehn Korrekturen. Nachrechnen lassen sie sich nicht mehr, weil die Einzelstellen nicht gespeichert wurden. Sagen lässt sich, was jede dieser Korrekturen am Bestand ihres eigenen Tages entfernt hat: 13,6 Prozent Titel außerhalb der Bürotätigkeit, danach 34,5 Prozent private Arbeitsvermittlung, Konzerne und medizinische Abrechnung, danach 10,3 Prozent öffentliche und gemeinnützige Träger sowie nicht-kaufmännische Titel, danach 3,7 Prozent weitere öffentliche Träger, die die Wortgrenzen durchgelassen hatten, danach 4,4 Prozent Auslandsanzeigen, Ausbildungsstellen und Konzerne unter Tochterfirmierung, danach 20,7 Prozent Personaldienstleister, weitere Konzerne und kommunale Eigengesellschaften, dazu alles, was zwei nie aufgerufene Prüfungen hätten entfernen sollen, danach 0,7 Prozent weitere Konzerne und Personaldienstleister, die nur in der Vollerhebung sichtbar waren, danach 2 Prozent Großforschung, gesetzliche Krankenkassen, Gewerkschaften und zwei Konzerntöchter ohne Gruppennamen, danach 0 Prozent keine Anzeigen, sondern vier Landeswerte, die nicht mehr als belastbar ausgewiesen werden. Die Quoten stammen von verschiedenen Tagen, ihr Produkt ist deshalb eine Schätzung und keine Messung: rund 36 Prozent dieses Bestands würden die heutige Filterkette überstehen. Gemessen ist der Wert oben auf dieser Seite. Die Richtung des Befunds bleibt, die Höhe war zu hoch.
Aus einem Fachbeitrag hierher gekommen? Die Zahlen 256 Stellen, 229 Betriebe und 11,7 Mio € (erhoben am 05.08.) stammen aus der Zeit vor drei der oben genannten Korrekturen. Nachrechnen lassen sie sich nicht mehr, weil die Einzelstellen nicht gespeichert wurden. Sagen lässt sich, was jede dieser Korrekturen am Bestand ihres eigenen Tages entfernt hat: 0,7 Prozent weitere Konzerne und Personaldienstleister, die nur in der Vollerhebung sichtbar waren, danach 2 Prozent Großforschung, gesetzliche Krankenkassen, Gewerkschaften und zwei Konzerntöchter ohne Gruppennamen, danach 0 Prozent keine Anzeigen, sondern vier Landeswerte, die nicht mehr als belastbar ausgewiesen werden. Die Quoten stammen von verschiedenen Tagen, ihr Produkt ist deshalb eine Schätzung und keine Messung: rund 97 Prozent dieses Bestands würden die heutige Filterkette überstehen. Gemessen ist der Wert oben auf dieser Seite. Die Richtung des Befunds bleibt, die Höhe war zu hoch.
Die Reihenzahl oben ist eine Stichprobe: eine Ergebnisseite je Suchbegriff. Die Vollerhebung desselben Tages, 4. August 2026, liest bis zu 25 Seiten je Begriff und legt zusätzlich den strengeren Relevanzfilter an. Sie findet 510 Stellen bei 438 Betrieben, also 23,4 Mio €.
Diese Zahl wird bewusst nicht als Reihenwert fortgeschrieben, weil ein Wechsel der Erhebungstiefe wie eine Marktbewegung aussähe. Sie steht hier aus dem umgekehrten Grund, als man vermuten würde: Sie ist die größere Zahl, und erst dass sie danebensteht, macht die kleinere glaubwürdig.
Die Reihenzahl oben ist eine Stichprobe: eine Ergebnisseite je Suchbegriff. Die Vollerhebung desselben Tages, 5. August 2026, liest bis zu 25 Seiten je Begriff und legt zusätzlich den strengeren Relevanzfilter an. Sie findet 657 Stellen bei 597 Betrieben, also 30,1 Mio €.
Diese Zahl wird bewusst nicht als Reihenwert fortgeschrieben, weil ein Wechsel der Erhebungstiefe wie eine Marktbewegung aussähe. Sie steht hier aus dem umgekehrten Grund, als man vermuten würde: Sie ist die größere Zahl, und erst dass sie danebensteht, macht die kleinere glaubwürdig.
Je Million Einwohner ist der Abstand größer, als die reinen Zahlen vermuten lassen: Bayern liegt mit 9,6 Stellen je Million vorn, Rheinland-Pfalz mit 5 hinten. Das ist der Faktor 1,9. In Bremen und Hamburg liegt der Schwerpunkt auf Logistik, was zu zwei Hafenstädten passt.
| Bundesland | Stellen | Betriebe | je Mio Einw. | Mio € | Schwerpunkt |
|---|---|---|---|---|---|
| Bayern | 128 | 116 | 9,6 | 5,9 | Logistik 24, Auftrag 13 |
| Nordrhein-Westfalen | 126 | 104 | 6,9 | 5,8 | Auftrag 22, Vertrieb 19 |
| Baden-Württemberg | 96 | 94 | 8,5 | 4,4 | Logistik 19, Auftrag 12 |
| Niedersachsen | 49 | 47 | 6 | 2,2 | Logistik 10, Auftrag 7 |
| Hessen | 35 | 34 | 5,5 | 1,6 | Buchhaltung 6, Logistik 6 |
| Sachsen | 30 | 30 | 7,4 | 1,4 | Logistik 7, Buchhaltung 6 |
| Berlin | 23 | 21 | 6,1 | 1,1 | Office 4, Auftrag 2 |
| Brandenburg | 22 | 22 | 8,5 | 1 | Logistik 7, Auftrag 3 |
| Rheinland-Pfalz | 21 | 21 | 5 | 1 | Buchhaltung 5, Auftrag 3 |
| Thüringen | 20 | 20 | 9,5 | 0,9 | Buchhaltung 4, Lohn 2 |
| Schleswig-Holstein | 16 | 15 | 5,4 | 0,7 | Buchhaltung 3, Logistik 3 |
| Hamburg | 16 | 16 | 8,4 | 0,7 | Buchhaltung 3, Auftrag 3 |
| Sachsen-Anhalt | 14 | 14 | 6,5 | 0,6 | Auftrag 2, Vertrieb 2 |
| Saarland | 10 | 9 | 10,1 | 0,5 | Buchhaltung 1, Lohn 1 |
| Bremen | 6 | 6 | 8,8 | 0,3 | Vertrieb 2, Buchhaltung 1 |
| Mecklenburg-Vorpommern | 5 | 4 | 3,1 | 0,2 | Logistik 2 |
Unterhalb von 20 Stellen gilt kein Landeswert als belastbar; diese Zeilen stehen blasser. Ein Regionalwert ist nur so viel wert wie seine Fallzahl, und genau deshalb wird hier nicht feiner als nach Bundesland geschnitten.
Ein einzelner Landeswert ist ein Momentwert, kein Niveau.
Zwischen dem 05.08.2026 und dem 08.08.2026, also innerhalb von drei Tagen, bewegten sich die Werte je Million Einwohner je nach Land zwischen 0 und 98 Prozent.
Stabil blieben nur die drei größten Länder: Nordrhein-Westfalen 4 Prozent, Baden-Württemberg 1 Prozent, Bayern 9 Prozent.
Am stärksten schwankten die kleinen Länder: Saarland plus 98 Prozent, Bremen minus 57 Prozent, Rheinland-Pfalz plus 47 Prozent, Mecklenburg-Vorpommern minus 37 Prozent.
Deshalb liegt die Mindestfallzahl seit dem 08.08.2026 bei 20 statt bei 8. Bremen lag am 05.08. mit 14 Stellen über der alten Schwelle und wurde mit 20,6 je Million als höchster Wert bundesweit ausgewiesen; drei Tage später waren es 8,8.
Fudaut, Tipparbeit-Index, Stand 08.08.2026, https://www.fudaut.com/de/leitfaeden/tipparbeit-indexDie Daten liegen offen: JSON und CSV, ohne Anmeldung. Lizenz CC BY 4.0: Verwendung frei, auch kommerziell, mit Angabe der Quelle. Rückfragen zur Methodik gehen direkt an [email protected]; wir antworten mit der Abfrage, nicht mit einer Broschüre.
Tipparbeit-Index: das Datenpaket
Alle Werte der Erhebung, die amtlichen Quellen je Rolle, die Rechnung zum Nachrechnen und der Vier-Fragen-Check vor der nächsten Büro-Einstellung.
- Eigene Erhebung: offene Jobsuche-Schnittstelle der Bundesagentur für Arbeit, bundesweit, Filter gegen Zeitarbeit, Großkonzerne und Dubletten. Die 8 Suchbegriffe im Wortlaut: Fakturierung, Kreditorenbuchhaltung, Lohnbuchhaltung, Abrechnung, Auftragsabwicklung, Disposition, Sachbearbeitung Rechnungswesen, Prozessmanagement. Angesetzt wird durchgehend der niedrigste Median von 3.820 Euro je Monat.
- Entgelte: BA Entgeltatlas, Datenstand 31.12.2024, Median-Bruttomonatsentgelt Vollzeit je Berufsgattung (web.arbeitsagentur.de/entgeltatlas).
- Automatisierbarkeit: IAB Job-Futuromat, Stand 31.12.2024, Anteil automatisierbarer Kerntätigkeiten je Beruf (job-futuromat.iab.de).
- Der Index wird monatlich fortgeschrieben. Das Messprotokoll unten führt jeden Stand mit Stichtag und Erhebungstiefe, damit zwei Stände wirklich vergleichbar sind. Basiswert der Reihe ist der 02.08.: der erste Lauf mit vollständiger Filterkette einschließlich der BA-eigenen Kennzeichen gegen private Arbeitsvermittlung. Alles davor steht getrennt und wird nicht verglichen.