Warum Intake-Datenqualität Ihr Routing frisst

Routing/Follow-ups funktionieren nur so gut wie die Daten, die reinkommen. In Kanzleien ist das Problem selten „zu wenig KI“, sondern:

  • Pflichtfelder fehlen,
  • Telefon/Email sind inkonsistent,
  • Dubletten erzeugen Chaos,
  • Sonderfälle landen im falschen Status.

Prinzip: Validierung an der Quelle (nicht „hinterher bereinigen“)

Wenn ein Feld wichtig ist, muss es am Formular sauber erfasst werden - sonst zahlen Sie später immer.

Minimal-Pflichtfelder (für die meisten Kanzleien)

  • Name
  • E-Mail oder Telefon (mind. eins, validiert)
  • Anliegen-Kategorie (Dropdown, nicht Freitext)
  • Frist/Dringlichkeit (wenn relevant)

Artefakt: Validierungsregeln (Copy/Paste)

Feld Regel Fehlermeldung Notizen
E-Mail RFC-Check + Lowercase „Bitte gültige E-Mail“ Alias/Plus ok
Telefon E.164 normalisieren „Bitte Telefonnummer“ Länderkennung DACH
Kategorie nur Whitelist „Bitte Kategorie wählen“ reduziert Freitext
PLZ 5-stellig DE / 4 AT / 4 CH „Bitte PLZ prüfen“ optional

Dedupe: so simpel wie möglich, so streng wie nötig

Ziel: „Gleiche Person/gleicher Fall“ erkennen, ohne echte neue Anfragen zu verlieren.

Dedupe-Strategie (empfohlen)

  1. Primary Key: E-Mail (normalisiert)
  2. Fallback: Telefon (normalisiert)
  3. Fallback: Name + PLZ (unscharf)

Regel: Wenn Match → nicht blocken, sondern in einen Status „Duplicate Review“ routen.

Edge-Cases, die Sie explizit modellieren sollten

  • Mandant schreibt von anderer E-Mail
  • Dritte Person fragt für Mandant an
  • Mehrere Anliegen in kurzer Zeit
  • „Bitte dringend“ ohne Fristdatum

Lösung: Statusmodell + Owner-Entscheidung (nicht KI raten lassen).

KPI-Block (damit Sie sehen, ob es besser wird)

Nächster Schritt

Wenn Sie mir 3 Beispiel-Anfragen (anonymisiert) + Ihr aktuelles Formular schicken, kann ich Ihnen sagen, welche 5-10 Regeln den größten Effekt haben.

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