Content-Automation scheitert selten an Text – sondern an Freigabe
Kanzleien haben ein berechtigtes Risiko-Problem:
- Tonalität,
- Aussagen/Claims,
- Beispiele,
- „klingt nach Werbung“.
Wenn Freigabe zu teuer ist, wird sie übersprungen. Wenn sie zu chaotisch ist, dauert sie ewig.
Ziel: Ein Review-Flow, der in 10 Minuten erledigt ist – weil vorher klare Leitplanken existieren.
1) Der 10-Minuten-Review-Flow (Copy/Paste)
Input: 1 Draft + 1 Checkliste.
- 60 Sekunden: Zielgruppe + Thema stimmt?
- 2 Minuten: Claims/Versprechen prüfen (No-Go)
- 2 Minuten: Beispiele/Begriffe prüfen (keine falschen Suggestionen)
- 2 Minuten: Stil/Ton (passt zur Kanzlei?)
- 2 Minuten: CTA/Next step (neutral, nicht aggressiv)
- 60 Sekunden: Freigabe erteilen + Status setzen
Wenn es länger dauert, ist nicht die Person langsam – der Prozess ist falsch (zu viele Variablen, keine Standards).
2) QA-Checkliste für Kanzlei-Content
| Check | Frage | Entscheidung |
|---|---|---|
| Zielgruppe | Für wen ist es wirklich? | OK / Anpassen |
| Claim | Gibt es Zahlen/Versprechen ohne Rahmen? | Entfernen/Relativieren |
| Ton | Klingt es wie Werbung? | neutralisieren |
| Rechtsnähe | klingt es nach Beratung? | abgrenzen („allgemein“) |
| Beispiele | sind sie anonym/unkritisch? | OK / raus |
| CTA | fordert es das Richtige? | OK / umformulieren |
3) Leitplanken, die Freigabe schnell machen
- Formate definieren (FAQ, Checkliste, Fehler vermeiden, Mini-Case)
- No-Go-Liste (siehe nächster Artikel)
- 1 Owner (Partner/Teamlead) + Stellvertretung
- Statusmodell: Draft → Review → Freigegeben → Geplant → Veröffentlicht
KPI-Block
- Freigabezeit pro Woche (Ziel: 10–30 Minuten)
- Anzahl Rückfragen/Revisionen (Ziel: sinkend)
- Veröffentlichungsfrequenz (Ziel: planbar, nicht sporadisch)
Nächster Schritt
Wenn ihr Content-Automation wollt, startet nicht mit „mehr Output“, sondern mit Freigabe + QA.