Warum „Use Cases sammeln“ nicht reicht
Viele Teams starten mit 20 Ideen – und setzen am Ende keine sauber um.
Nicht weil die Ideen schlecht sind, sondern weil Priorisierung fehlt.
Ein gutes Scoring-Modell bringt Fokus:
- 1 Workflow produktiv,
- stabilisieren,
- dann skalieren.
Das Scoring-Modell (Copy/Paste)
Bewertet jeden Use Case auf einer Skala 1–5:
- Impact (Entlastung / Durchlaufzeit / Fehlerreduktion)
- Risiko (Compliance, falsche Entscheidungen, Reputationsrisiko)
- Datenlage (Struktur, Vollständigkeit, Zugriff)
Score = Impact + Datenlage − Risiko
Regel: Alles unter 4 ist meist „später“. Alles ab 6 ist ein Kandidat.
Beispielbewertung (typisch Kanzlei)
| Use Case | Impact | Risiko | Datenlage | Score | Kommentar |
|---|---|---|---|---|---|
| Lead-Intake Routing + Follow-ups | 5 | 2 | 4 | 7 | sehr guter Start, gut messbar |
| Content-Prozess mit Freigabe | 4 | 2 | 4 | 6 | gut skalierbar, klare Leitplanken |
| Dokumenten-Summary (intern) | 3 | 3 | 3 | 3 | nur sinnvoll mit klaren Grenzen |
| „KI entscheidet Mandatsannahme“ | 4 | 5 | 3 | 2 | zu riskant als Start |
Stop-Regeln (damit ihr nicht in die Tool-Sammlung rutscht)
- Kein Use Case ohne Owner + Stellvertretung
- Kein Use Case ohne Statusmodell (wo steht es, was ist der nächste Schritt?)
- Keine Automatisierung ohne Messgröße (ein KPI)
- Keine KI, die „entscheidet“, wenn ein Regelwerk reicht
KPI-Block (für den ersten Use Case)
- Median-Antwortzeit
- Zeit bis Entscheidung
- Routing-Quote
Nächster Schritt
Wenn ihr wollt, machen wir mit euch ein 45-Minuten Scoring (5–10 Use Cases) und wählen den Startpunkt, der in Wochen messbar entlastet.
Leitfaden: KI-Automatisierung für Kanzleien
Passend:
Lead-Intake Automatisierung