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Leitfaden · Lead-Intake · Kanzleien & Teams (DACH)

Lead-Intake Automatisierung: Antwortzeit von 48h auf unter 12h

Wenn Mandantenanfragen (Leads) über mehrere Kanäle eingehen, scheitert Intake in größeren Teams selten am Willen - sondern an Struktur, Status und Übergaben. Dieser Leitfaden zeigt das Zielbild: Mandantenanfragen automatisieren, Intake als Prozess, nicht als Posteingang.

Auf einen Blick

Guter Intake = Struktur + Tempo + Transparenz. Automatisierung lohnt sich, wenn sie Übergaben reduziert, nicht Komplexität erzeugt.

  • Wie Sie Anfragen strukturieren, priorisieren und sauber routen.
  • Welche Daten wirklich nötig sind (und welche nur bremsen).
  • Wie Follow-ups & Status ohne Nachhalten funktionieren.
  • Welche Kennzahlen den Erfolg messbar machen (Antwortzeit, Durchlaufzeit, Conversion).

Typische Probleme (und warum sie teuer sind)

Bei größeren Teams geht es nicht um „mehr Fleiß“, sondern um klare Übergaben und verlässliche Routinen. Intake wird teuer, wenn gute Fälle zu spät beantwortet oder falsch geroutet werden.

Unklare Priorität

Gute Anfragen landen neben allem anderen - und gehen im Alltag unter.

Zu lange Antwortzeit

Rückmeldungen dauern 2-3 Tage statt Stunden. Jede Woche gehen 2-3 gute Leads verloren.

Medienbrüche

Formulare, E-Mails, Telefon, Notizen - Daten werden mehrfach erfasst.

Keine Transparenz

Kein sauberer Status: Wer antwortet? Was ist offen? Was ist der nächste Schritt?

Zielbild: So sieht ein guter Intake-Workflow aus

Ziel: Fälle schneller in die richtige Spur bringen - mit sauberem Status und ohne doppelte Datenpflege. Praktisch lässt sich das in vier Bausteine gliedern:

1) Struktur

Standardisierte Intake-Fragen, klare Kategorien, sauberer Datensatz.

2) Priorisierung

Regeln + optional KI-Screening: passende Fälle schneller erkennen.

3) Routing

Automatische Zuweisung an Team/Standort/Rechtsgebiet inkl. Aufgaben.

4) Follow-ups

Nachfasslogik, Erinnerungen und Termin-Übergabe ohne manuelles Nachhalten.

Minimaler Datensatz: Welche Felder wirklich helfen

Der häufigste Fehler im Lead-Intake ist ein zu langes Formular. Besser: wenige Pflichtfelder, dafür saubere Nachqualifizierung und klarer Status.

  • Kontakt (Name/E-Mail/Telefon) + bevorzugter Rückrufzeitraum.
  • Rechtsgebiet/Kategorie (Auswahl statt Freitext, wo möglich).
  • Kurzbeschreibung (1-3 Sätze) + optional Upload/Unterlagen.
  • Dringlichkeit/Frist (wenn relevant) - als klare Auswahl.
  • Einverständnis/Datenschutz (rechtssicher, aber kurz).
  • Quelle/Kanal (für spätere Auswertung), nicht zwingend als Pflichtfeld.

KPIs, die den Unterschied machen

Damit Intake nicht „gefühlte Verbesserung“ bleibt, sollten 2-3 Kennzahlen vorab festgelegt werden.

Antwortzeit (Median) pro Kanal und pro Kategorie.
Zeit bis zur Qualifizierung/Entscheidung (angenommen/abgelehnt/weitergeleitet).
Routing-Trefferquote: wie oft landet ein Fall direkt beim richtigen Team?
Follow-up-Quote: wie viele Fälle brauchen manuelles Nachhalten?
Praxis-BeispielArbeitsrecht-Kanzlei · 10–20 Anwälte

Lead-Intake: Status, Routing, Follow-ups

Anfragen aus mehreren Kanälen werden zentral erfasst, kategorisiert und geroutet. Follow-ups laufen regelbasiert, der Status ist für Team & Assistenz transparent.

<12hAntwortzeit-Ziel (Median)
24hFollow-up SLA
40+Anfragen/Woche (Beispiel)
Live seit 2025
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Lead-Intake Checkliste

Alle wichtigen Punkte für einen sauberen Intake-Prozess: Datensatz, Priorisierung, Routing, Follow-ups und KPIs.

Wie es weitergeht

Intake ist oft der Einstieg. Danach folgen Content-Automation oder weitere Prozessketten - idealerweise auf einem stabilen Workflow-Rückgrat.

Fragen, die uns oft gestellt werden

Was ist der häufigste Engpass im Intake?

Nicht der Kanal - sondern fehlender Status und fehlende Priorisierung. Ohne klare Kategorie, Owner und nächsten Schritt wird Intake zum Posteingang-Problem.

Ist KI im Intake zwingend notwendig?

Nein. Oft reichen klare Regeln, strukturierte Felder und saubere Übergaben. KI ist optional - sinnvoll, wenn sie Screening/Clustering unterstützt, ohne die Prozesslogik zu ersetzen.

Wie startet man ohne großes Projekt?

Mit einem klar abgegrenzten ersten Workflow: ein Eingangskanal, ein Routing, ein Follow-up. Danach Stabilisierung und erst dann weitere Kanäle/Teams.

In 2 Wochen: Antwortzeit unter 12 Stunden

Schildern Sie kurz, wie Anfragen heute eingehen und welches KPI Sie verbessern wollen. Wir schlagen ein Statusmodell + Follow-up-Logik vor.