Warum ein 30/60/90 Plan besser ist als „wir automatisieren mal“
Automatisierung wird oft als Projekt gesehen. In der Praxis ist es ein Betriebssystem:
- Status,
- Ownership,
- Monitoring,
- Dokumentation.
Mit einem 30/60/90 Plan verhindert ihr:
- zu viele parallele Baustellen,
- fehlende Verantwortlichkeit,
- „funktioniert irgendwie“.
Tage 0–30: Ziel, Scope, erster Prototyp
Output am Ende von Tag 30: Ein Workflow, der im kleinen Rahmen läuft.
- Ziel-KPI definieren (z. B. Antwortzeit <12h)
- Eingang/Trigger festlegen
- Statusmodell minimal definieren
- 3–5 Testfälle (echte Beispiele)
Anti-Pattern: direkt 5 Systeme integrieren.
Tage 31–60: Stabilisieren (Betrieb)
Output am Ende von Tag 60: Betrieb ist „ruhig“.
- Monitoring/Alerts (nur die wichtigen)
- Fehlerpfade (Retries, Dead-letter)
- Dokumentation (Runbook-Minimum)
- Owner + Stellvertretung
Regel: Wenn ihr nicht in 10 Minuten zurück könnt, ist der Workflow nicht produktionsreif.
Tage 61–90: Skalieren (ohne Komplexitäts-Explosion)
Output am Ende von Tag 90: 1–2 weitere Use Cases sind vorbereitet.
- Engpässe identifizieren (Datenqualität, Übergaben)
- Second Use Case priorisieren (Scoring)
- Rollout auf weitere Teams/Standorte
Copy/Paste: Erfolgskriterien
- KPI bewegt sich in die richtige Richtung
- Fehler werden erkannt (MTTA)
- Fehler werden behoben (MTTR)
- Workflow ist übergabefähig (Doku)
Nächster Schritt
Wenn ihr wollt, mapen wir gemeinsam euren ersten 30-Tage Scope (Ziel, Datensatz, Status, Owner) und starten mit einem Use Case, der in Wochen messbar wirkt.
Leitfaden: KI-Automatisierung für Kanzleien
Passend:
Use-Case Scoring Modell