Fehlerpfade sind nicht „Edge Cases“ – sie sind Betrieb
Wenn ein Workflow produktiv ist, passieren Fehler:
- API down,
- Timeouts,
- Rate Limits,
- doppelte Webhooks.
Entscheidend ist nicht, ob Fehler passieren – sondern was dann passiert.
1) Retry-Regeln (Copy/Paste)
| Fehlerart | Retry? | Empfehlung |
|---|---|---|
| Timeout/Netzwerk | Ja | 3 Versuche: 1m / 5m / 30m |
| 429 Rate Limit | Ja | Backoff + Jitter, ggf. Queue |
| 4xx Validation | Nein | in Dead-Letter + Ticket |
| Logikfehler | Nein | stoppen + fixen |
2) Dead-Letter (damit nichts still verschwindet)
Dead-Letter ist eine Sammelstelle, wenn ein Run nicht automatisch reparierbar ist.
Minimal-Fields:
- timestamp
- workflow
- input snapshot (PII minimieren)
- error code
- correlation id
- „empfohlene Aktion“
3) Idempotenz: keine Doppelaktionen
Typische Doppelaktionen:
- 2x E-Mail versendet
- 2x Ticket erstellt
- 2x CRM-Deal angelegt
Copy/Paste Regel:
- Jede Side-Effect-Aktion bekommt einen Idempotency-Key (z. B. hash aus source_id + action).
- Vor Ausführen prüfen: existiert Key schon?
4) Minimaler Sicherheitshaken
- Logs ohne sensible Inhalte
- Fehlerdaten getrennt speichern
- nur Owner sehen Details
KPI-Block
- Retry-Rate
- Dead-Letter Count
- Duplicate-Prevention Hits
Nächster Schritt
Wenn ihr n8n produktiv betreibt, sind Fehlerpfade Pflicht – nicht Kür.